30.01.2011

Contador verlässt Trainingslager, Wada kritisiert Bundesregierung

Radprofi Contador: "Möchte bei meiner Familie sein"

Radprofi Alberto Contador hat nach seiner Dopingsperre das Trainingslager auf Mallorca verlassen.

Hamburg - Der spanische Radprofi Alberto Contador hat sich nach Bekanntwerden seiner Dopingsperre zu seiner Familie zurückgezogen und das Trainingslager seines Teams Saxo Bank verlassen." In diesen Augenblicken möchte ich bei meiner Familie sein", sagte Contador laut spanischen Presseberichten mit Blick auf seine Sperre. Er hoffe, das Training auf Mallorca bald wieder aufnehmen zu können. Der 28-Jährige hielt sich zur Vorbereitung auf die kommende Saison auf der Insel auf.

Vor vier Tagen war Contador vom spanischen Verband wegen Dopings für ein Jahr gesperrt worden. Zudem wurde ihm der Sieg bei der letztjährigen Tour de France aberkannt. Contador beteuerte auf Mallorca seine Unschuld und kündigte an, gegen die Sperre in jedem Fall Einspruch erheben zu wollen. Er war bei der letztjährigen Tour de France positiv auf das Kälbermastmittel Clenbuterol getestet worden. Der Spanier bestreitet jedes Doping und führt den Befund auf den Verzehr eines verunreinigten Steaks zurück.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada wehrt sich gegen Sparpläne der Bundesregierung. Wie der "Deutschlandfunk" berichtete, hatte das Bundesinnenministerium (BMI) bereits im Juni 2010 im Europarat beantragt, die Zuschüsse der europäischen Regierungen an die Zentrale der Betrugsbekämpfung in Montreal für 2011 nicht wie von der Wada gewünscht zu erhöhen. Das BMI verweist zur Begründung auf die globale Finanzkrise. Es sei "schwierig, in Deutschland kontinuierlich steigende Beiträge zu vermitteln". Die Bundesregierung empfiehlt der Wada, sich "auf die Einsparung von Kosten zu verpflichten".

Wada-Generaldirektor David Howman bestätigte den deutschen Vorstoß und nannte ihn "beunruhigend". Die grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon sprach von einem "fatalen politischen Signal für den weltweiten Anti-Dopingkampf". Die Bundesregierung bekenne sich zwar zum sauberen und manipulationsfreien Sport, aber angesichts dieser Pläne "kann man nicht davon ausgehen, dass dieses Bekenntnis ernst gemeint ist".

Hassan Moustafa hat ein positives Fazit der Handball-WM in Schweden gezogen. "Das war ein Top-Event. Wir sind sehr glücklich. Gratulation an die Organisatoren und den schwedischen Verband", sagte der Präsident des Weltverbandes IHF vor dem Finale am Sonntag zwischen Frankreich und Dänemark. 100 Dopingproben wurden vor und während der WM durchgeführt, alle waren negativ. "Das zeigt, dass der Handball ein sauberer Sport ist", sagte Moustafa. Insgesamt verfolgten 430.430 Zuschauer die WM-Spiele. Vor zwei Jahren in Kroatien waren es 407.480 Besucher gewesen, 2007 in Deutschland kamen 750.480 Zuschauer in die Hallen.

Hanka Kupfernagel und Philipp Walsleben sind bei den Rad-Cross-Weltmeisterschaften in St. Wendel knapp an einer Medaille vorbeigefahren. Kupfernagel wurde Vierte, Walsleben Fünfter. Damit blieben die deutschen Radsportler bei der Heim-WM ohne Medaille. Die Titel gingen wie im Vorjahr an den Tschechen Zdenek Stybar und die Niederländerin Marianne Vos.

Der italienische Kanu-Verband hat einen Athleten nach dem Fund von Dopingmitteln aus einem Trainingscamp in Australien verbannt. Die verbotenen Substanzen entdeckte ein Trainer im Hotelzimmer des Sportlers, dessen Name nicht offiziell genannt wurde. Der Verband kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an.

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